Am 28. Oktober 1995 fanden sich sieben Brüder der Loge „Zu den Alten Pflichten“ im Orient Berlin zu einem ersten Gespräch über die Gründung einer neuen Loge im Hause des Alt-Stuhlmeisters Heinz Kupgisch ein. Es wurde beschlossen, sich an der Gründung einer neuen Loge beteiligen zu wollen. Da aber für eine Logenneugründung laut Großlogen-Verfassung neun Brüder erforderlich sind, darunter mindestens sieben Meister, wurde vereinbart, weitere Brüder aus anderen Logen für die Idee einer Logengründung zu gewinnen.

Am 19. Januar 1996

beschlossen elf Brüder formell die Gründung der Loge Avantgarde, die unter der Jurisdiktion der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland arbeiten soll. Unter den Gründungsmitgliedern waren neben den sechs Brüdern aus der Loge „Zu den Alten Pflichten“ auch jeweils ein Meister aus den Berliner Logen „Hammonia zur Treue“, „Galilei zur Ewigen Wahrheit“ und „Victoria“.

GESCHICHTE

Das Patent für die Loge wurde im festlichen Rahmen zu Johanni, am 24. Juni 1996, in Berlin durch den damals amtierenden ehrwürdigsten Großmeister der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland, Bruder Klaus Horneffer, im Goethe-Saal des Berliner Logenhauses in der Emser Straße überbracht. Die Loge ist in die Matrikel der Vereinigten Großlogen von Deutschland unter der Matrikel-Nummer 1011 eingetragen.

Einer der damaligen Gründungsmitglieder, der Diplom-Grafiker und Künstler Werner Petzold, erschuf das noch heute aktuelle Bijou der Loge, das in künstlerischer Form den Namen der Loge umsetzen sollte. Er initiierte Ende 1998 auch ein Kunstprojekt der Loge, dessen Ergebnis Kunstdrucke von sieben Originalgemälden mit freimaurerischen Motiven waren, die die verschiedenen Grade und deren bedeutende Symbole darstellten.